Berufsunfähigkeitsschutz trotz Vorerkrankungen beantragen

Die private Berufsunfähigkeitsversicherung zählt für Sie als Zahnmediziner neben der Berufshaftpflichtdeckung zu den elementar wichtigen Absicherungsbausteinen und wird von mir so früh wie möglichen erläutert und installiert. Zumeist finden diese Gespräche mit Berufseinsteigern statt, also mit überwiegend 25-30 jährigen Zahnärztinnen. Doch die reibungslose Beantragung des Wunschtarifs fällt in den letzten Jahren Zusehens schwerer. Denn häufig scheitern wir an der Beantwortung der Gesundheitsfragen. Die Versicherer haben einen strengeren Blick auf die Informationen zum Gesundheitszustand der Interessenten als sie selbst. Nicht selten sind sogenannte Modifikationsangebote die Folge, die Einschränkungen im Versicherungsschutz mit sich bringen.

 

Doch wie geht man es richtig an, wenn man ganz sicher ein gesundheitliches Päckchen zu tragen hat? Denn keine BU ist ja auch keine Lösung.

 

Suchen Sie sich unabhängige Beratung!

 

Zunächst legen Sie bitte Ihrem Berater alle Karten auf den Tisch! Wählen Sie einen Versicherungsmakler, ist dieser Ihr Gewährsmann. Er vertritt Ihre Interessen und arbeitet nicht im Sinne der Versicherungsgesellschaft, die Ihn beschäftigt. Versicherungsmakler haben Zugriff auf eine Vielzahl von Gesellschaften und sind nicht wie Ausschließlichkeits- (der Ein-Logo-Vertreter) oder Mehrfachagenten (Beispiel: Deutsche Ärztefinanz) an einen oder wenige Versicherungsanbieter gebunden. Als Versicherungsmakler prüfe ich zunächst ob nicht vielleicht doch ein Marktteilnehmer Ihren Absicherungswunsch zeichnen mag. Hierfür bedienen wir uns einem wichtigen Mittel: der Risikovoranfrage.

 

Risikovoranfragen bei relevanten Marktteilnehmern stellen!

 

Hierfür wird bei in Frage kommenden Versicherern geprüft, ob bzw. unter welchen Bedingungen der gewünschte Deckungsumfang gewährt werden kann. Es handelt es sich bei der Risikovoranfrage jedoch um keinen „scharfen Antrag“, der Ihnen bei einem Negativbescheid die Anfrage bei anderen Gesellschaften verbauen würde.

Nach ein bis zwei Wochen erhalten wir in der Regel die Voten der Risikoanfragen und können die unterschiedlichen Klauseltexte dann miteinander vergleichen.

 

Ausschlussklauseltexte überprüfen!

 

Eine Handlungsalternative könnte dann das Akzeptieren einer Ausschlussklausel sein, wenn diese mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zur BU-Rentenzahlung durch den Versicherer führen würde.

 

Antragsfragen vergleichen!

 

Böten alle Versicherer für Sie unbefriedigende Klauseltexte an, gilt es sich die Antragsfragen der Versicherer genau anzusehen. Einige Anbieter fragen z. B. nur 5 statt 10 Jahre in die Vergangenheit. Vielleicht sind Ihre gesundheitlichen Schwierigkeiten 6 Jahre her. Dann wählen wir fürs erste den Anbieter, den das nicht interessiert. Wichtig: Chronische Erkrankungen müssen immer angegeben werden auch wenn diese schubartig auftreten und die letzte Beeinträchtigung schon lange zurück liegt. Manchmal bietet sich unter diesem Gesichtspunkt sogar die Verschiebung der Antragstellung um einige Monate an, wenn man dadurch den Fünf- bzw. Zehnjahreszeitraum überbrücken kann.

 

Sonderkonzepte abwarten!

 

Von Zeit zu Zeit loben BU-Anbieter Sonderkonzepte für bestimmte Kundenzielgruppen aus. Da Sie als Zahnmediziner ein allseits beliebter Geschäftspartner sind, kommen diese regelmäßig auch Ihnen zu gute. Sonderkonzepte sind zumeist nur kurze Zeit verfügbar und bieten nur reglementierte Versicherungsleistungen an, die es auf Ihre Eignung hin zu prüfen gilt. Das Besondere ist jedoch, dass die Gesundheitsfragen auf ein Minimum beschränkt werden, was dem einen oder anderen Kunden doch noch den Zugang zu einem leistungsstarken BU-Tarif ermöglichte. Ich informiere meine BU-Interessenten sobald mir für sie geeignet erscheinende Sonderkonzepte vorgestellt werden.

 

Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass die Auswahl bzw. die Gestaltung Ihrer Berufsunfähigkeitsabsicherung durchaus beratungsintensiv ist! Schließlich handelt es sich hier um Absicherungsbausteine, die Sie Ihr gesamtes Berufsleben begleiten.

 

Haben Sie Fragen zum Thema? Dann kommen Sie gern auf mich zu! Schreiben Sie eine Mail an jschroeder@zsh.de. Dann vereinbaren wir einen persönlichen oder telefonischen Gesprächstermin.